Lebenslanges Lernen vs. Zeitmanagement

Dieser Artikel ist für Dich, wenn

  • Du Bildung geil findest
  • up to date sein für Dich eine Grundvoraussetzung ist
  • Du Wissen aufsaugst wie ein Schwamm
  • lebenslanges Lernen für Dich eine Selbstverständlichkeit ist

und auch, aber nicht nur, wenn

  • Deine Lernsessions Prokrastinationsniveau erreichen
  • Du glaubst mit noch mehr Wissen, noch ein klein wenig besser vorbereitet zu sein
  • Zeitmanagement für Dich zu einem unkontrollierbaren Phänomen geworden ist.

 

Am Ende des Artikels verrate ich Dir 5 einfache Tipps für effektives lebenslanges Lernen und ein entspanntes persönliches Zeitmanagement.

 

Lebenslanges Lernen – Definition in aller Kürze

Lebenslanges Lernen ist ein Begriff, der schon seit einigen Jahren kursiert. Gemeint ist, dass es nicht (mehr) ausreicht sich auf seine Schul, Berufs- oder Studiumsbildung zu verlassen. So ist die Halbwertszeit des Abiturwissens nach 12 Jahren erreicht, sprich 50% des dort erhaltenen Wissens sind veraltet. Und hier geht es schon los. Ich habe dieses Wissen aus meinem Studium, finde die Quelle jedoch nicht mehr und kann mir gar nicht sicher sein, dass diese Zahlen noch stimmen.

Das Konzept des lebenslangen Lernens setzt Selbst- und Informationskompetenz voraus. Du musst Dich also selbst informieren wollen und entsprechend organisieren. Unternehmer sind der Typ Mensch, dem ich das wohl nicht erklären muss. Leider gibt es noch immer genügend Menschen, meist Angestellte, für die Fortbildungen, Trainings und Seminare vor allem eines sind: lästig. Man wird hingeschickt und am Arbeitsplatz stapelt sich während der Abwesenheit die Arbeit. Man muss erst wieder Lernen lernen. Die positiven Folgeerscheinungen werden übersehen.

Warum ist lebenslanges Lernen wichtig?

Lernen ist nicht nur etwas für Kinder.

Die Zeit, in der wir leben zeichnet sich durch wachsende Komplexität, Schnelllebigkeit und Digitalisierung aus. Wer glaubt sich diesem Rhythmus nicht anpassen zu müssen, wird schneller abgehängt werden, als das Wort Digitalisierung geschrieben ist.

Digitalisierung ist ein Wandel. Und wie so viele Change-Prozesse erzeugt Wandel bei vielen vor allem eines: Angst.

Diese Angst bedroht das Sicherheitsgefühl, das in vielen Menschen stark verwurzelt ist. Vielen klingt dann in diesem Moment ein Satz nach: Wissen ist Macht. Und hier beginnt die Krux an der Sache. Es besteht die Gefahr sich in Wissen stürzen zu wollen um mit dem wohligen Gefühl von erlangter Sicherheit schlafen zu gehen. Vor lauter lernen bleiben andere to dos auf der Strecke und das Zeitmanagement gerät völlig aus den Fugen.

Jeder Erfolgstrainer und Coach wird Dir versichern, dass Du nur durch Lektüre bestimmter Sachbücher weiter kommst. Auch Podcasts können den Horizont erweitern. Dem stimme ich vollends zu. Und doch erlebe ich es, dass sich Unternehmer in Büchern, kostenlosen Kursen, Seminaren und Tutorials vergraben, einen Newsletter oder Podcast nach dem nächsten konsumieren und in den Eichhörnchenmodus verfallen.

 

Lernen allein macht nicht erfolgreich

Es ist wichtig sich Wissensinseln in sein Zeitmanagement einzuplanen. Vorbereitung ist auch besser als Nachsehen. Doch neben all dem Wissen, was ich bisher erlangt habe (und das ist im Vergleich zu anderen bestimmt noch nicht viel), habe ich auch eines gelernt: Es ist nicht unbedingt wichtig zu wissen, wie etwas geht, sondern wo es steht oder wen ich fragen kann, der es mir sagen kann.

Kofferwissen, Lernabkürzung… nenn es, wie Du willst. Der Eichhörnchenmodus macht die handlungsunfähig. Aber genau darin liegt das, was Dich weiter bringt, Dein Unternehmen vorantreibt und Dich glücklicher leben lässt. Ohne Tatkraft und Handlungen verweilen wir an der Stelle und prokrastinieren unseren Erfolg und Zeitmanangement.

Bei vielen Dingen und Prozessen ist es anschließend auch so, dass nur nachvollzogen werden muss, was passiert. Das genaue wie und warum ist nicht erfolgsrelevant. Wenn dieses Kriterium zutrifft ist es völlig legitim diese Aufgabe zu delegieren oder an eine virtuelle Assistenz weiterzureichen.

 

5 Tipps für zeitgemäßes lebenslanges Lernen

Was Du selbst tun kannst, damit Deine persönliche Bildung Deinem Zeitmanagement nicht mehr im Wege steht:

 

  1. Plane persönliche Weiterbildung aktiv in Deinen Zeitplan mit ein
    1. Training- Day
    2. Bildungsurlaub
  2. Setze auf eine ausgewogene Mischung
    1. Podcasts oder Newsletter sollten kleine Alltagsbereicherungen bleiben
    2. Nimm an Seminaren teil und wechsle bewusst Deine Umgebung
    3. Zum Ausgleich widme Dich Online-Kursen um Deine Selbstverantwortung zu stärken. Kapsel Dich dann am Besten von der Außenwelt ab um diese Zeit bewusst wahrzunehmen.
  3. Investiere in Deine persönliche Weiterbildung. Kostenlose Kurse sind nicht zwingend qualitativ minderwertig, aber deine persönliche Investition muss sich ja lohnen und dient als Motivation dranzubleiben.
  4. Frage Dich immer wieder und mach Dir bewusst, warum Du diese Information nun konsumierst.
  5. Frage Dich auch, was Du in Deinem Unternehmen, in Deinem Job davon hast, wenn Du Dich diesem einen Lernthema nun widmest.

 

Wo setzt Du Deine Prioritäten? Welche Rolle spielt Weiterbildung in Deinem Beruf? Wie viel Zeit verwendest Du darauf? Lass es mich in den Kommentaren wissen oder schreib mir auf Instagram, facebook oder per E-Mail.

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